1. Das Prädikat:

Der DGB-Index Gute Arbeit erreicht im Jahr 2009 einen Wert von 58 Punkten und
bleibt damit weit hinter den Anforderungen für Gute Arbeit zurück.


2. Das Ergebnis in Prozentangaben:

12 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben Gute Arbeit, 33 Prozent Schlechte Arbeit, 55 Prozent Mittelmäßige Arbeit – die Beschäftigten in Deutschland arbeiten unter sehr unterschiedlichen Bedingungen.


3. Das Ergebnis nach Berufsgruppen:

Gute Arbeitsbedingungen hat in allen Berufsgruppen mindestens ein kleiner Teil der Beschäftigten, allerdings – der Anteil differiert nahezu um das Fünffache.


4. Arbeitszeiten, Arbeitsdauer:

44 Stunden in der Woche arbeiten die Vollzeit-Beschäftigten im Durchschnitt –
auf die Gestaltung ihrer Arbeitszeiten haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nur wenig Einfluss.


5. Krank zur Arbeit:

Fast 80 Prozent der Beschäftigten sind in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal krank zur Arbeit gegangen, insgesamt 50 Prozent sogar mehrmals.


6. Bereitschaft zum Arbeitgeberwechsel:

Gute Arbeit gewährleistet eine hohe und wachsende Bindung an den Betrieb – 48 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Schlechter Arbeit möchten den Arbeitgeber wechseln, aber nur 5 Prozent mit Guter Arbeit.


7. Arbeitsfähig bis zur Rente?

Nur jeder zweite Beschäftigte geht davon aus, unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen seine Tätigkeit bis zum Rentenalter ausüben zu können.


8. Arbeitshetze und zukünftige Arbeitsunfähigkeit – der Zusammenhang:

Mit dem Erhalt ihrer Arbeitskraft bis zum Rentenalter rechnen 68 Prozent der Beschäftigten, die keiner Arbeitshetze ausgesetzt sind, aber nur 19 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in sehr hohem Maße unter Zeitdruck arbeiten.


9. Erwartungen zur Rentenhöhe:

Mehr als 40 Prozent der Beschäftigten werden von der Rente nicht leben können, die sie aus ihrer Berufstätigkeit beziehen.


10. Zusätzliche Altersvorsorge – ein Mittel gegen Altersarmut?


Eine Mehrheit der Beschäftigten in den unteren Einkommensgruppen sieht sich außerstande, entweder überhaupt, oder aber ausreichend zusätzlich vorzusorgen.