Was ist Gute Arbeit?

Warum DGB-Index "Gute Arbeit"?

Der DGB-Index Gute Arbeit ist ein Maß für die Qualität der Arbeits- und Einkommensbedingungen. Die Indexwerte signalisieren, in welchem Grad die Arbeitssituationen der Beschäftigten - bundesweit, branchen- und gruppenspezifisch, in einer einzelnen Arbeitsdimension -, den Kriterien für Gute Arbeit gerecht werden.

Der DGB-Index Gute Arbeit basiert auf einem arbeitswissenschaftlich fundierten analytischen Verfahren, das in praktischer Absicht durchgeführt wird. Die Urteile und Ansprüche der Beschäftigten repräsentativ zu erheben, um die Ergebnisse für die Gestaltung der Arbeitswelt im Sinne Guter Arbeit verfügbar zu machen, lautet das Konzept. Was aber ist Gute Arbeit?

Gute Arbeit ist ein Anspruch der Beschäftigten, ein Prädikat für die Qualität der Arbeit und eine regulative soziale Idee zur Gestaltung der Arbeitswelt.

Gute Arbeit – ein Anspruch der Beschäftigten.

Das Definitionsrecht haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Gut ist eine Arbeit, die den Ansprüchen der Beschäftigten an die Gestaltung der Arbeitswelt gerecht wird. Darum werden sie bei den Repräsentativerhebungen, außer nach ihrem Urteil über ihre Arbeitssituation, auch nach ihren persönlichen Vorstellungen von Guter Arbeit gefragt.

Gute Arbeit – das Prädikat für eine Arbeitsqualität.

Gute Arbeit ist das Prädikat für Arbeits- und  Einkommensbedingungen, die von den Beschäftigten als gut qualifiziert werden. Auf der Skala von 1 bis 100 erhalten Werte im Bereich 80 und mehr das Prädikat Gute Arbeit. (2007 trifft das auf 12 Prozent der Arbeitsplätze zu, vgl. Abschnitt I,2 des Reports.)

Gute Arbeit – ein Konzept für die Gestaltung der Arbeitswelt.

Die tragende Idee dieses arbeits- und damit gesellschaftspolitischen Konzepts: Arbeit, gesellschaftlich gesehen eine Lebensnotwendigkeit, ist so zu organisieren, dass sie von den Arbeitenden nicht vorwiegend als Last empfunden wird, sondern als Quelle des Wohlbefindens, der Persönlichkeitsbildung und eines erhöhten Selbstwertgefühls fungiert. In den Worten der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Die Gesellschaft hat die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Arbeit "eine Quelle der Gesundheit und nicht der Krankheit" ist.