DGB-Index Gute Arbeit - Die Repräsentativerhebung 2011

Zentrale Ergebnisse des Befragungsjahres 2011

  • Arbeitshetze: Bundesweit jeder zweite Beschäftigte fühlt sich bei der Arbeit sehr häufig oder oft gehetzt – Arbeitnehmerinnen sind im besonderem Maß betroffen.
  • Arbeitsintensivierung, Leistungsverdichtung: 63 Prozent der Beschäftigten machen die Erfahrung, dass sie seit Jahren immer mehr in der gleichen Zeit leisten müssen.
  • Ständige Erreichbarkeit: 27 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen sehr häufig oder oft auch außerhalb ihrer Arbeitszeit für betriebliche Belange erreichbar sein.
  • Freizeit-Arbeit für den Betrieb: 15 Prozent der Beschäftigten erledigen sehr häufig oder oft auch außerhalb ihrer Arbeitszeit Aufgaben für ihren Betrieb.
  • Probleme mit dem Abschalten nach der Arbeit: 34 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fällt es schwer, nach der Arbeit abzuschalten – Beschäftigte mit langen Arbeitszeiten, Arbeitnehmerinnen und Ältere sind in besonderem Maß betroffen.
  • Dauerpräsenz beruflicher Probleme: Auch zu Hause an Schwierigkeiten bei der Arbeit denken müssen insgesamt 37 Prozent der Beschäftigten – unter den Gehetzten sind es sogar 53 Prozent.
  • Überstunden und Arbeitshetze: 20 Prozent der Beschäftigten leisten 10 und mehr Überstunden pro Woche – generell gilt: Je mehr Überstunden absolviert werden, desto größer ist die Arbeitshetze.
  • Krank zur Arbeit: 49 Prozent der Beschäftigten sind innerhalb eines Jahres wiederholt auch dann zur Arbeit gegangen, wenn sie sich „richtig krank fühlten“ – besonders hoch ist die Quote unter den von Arbeitshetze und Leistungsverdichtung Betroffenen.
Ergebnisse der Repräsentativumfrage 2011 der DGB-Index Gute Arbeit GmbH zum Thema "Arbeitshetze - Arbeitsintensivierung - Entgrenzung"

Ergebnisse der Repräsentativumfrage 2011 (PDF, 3 MB)